Japanische Kunst aus dem Bestand der Kunstsammlungen und Museen Augsburg
Die Kunstsammlungen verfügen über zwei Bestandskomplexe japanischer Kunst: ein Konvolut sogenannter Ukiyo-e, Mehrfarbholzschnitte, dessen Stifter unbekannt ist, sowie eine Kollektion von 26 Netsuke (Anhänger). Letztere ist eine Sammlung von Horst und Marlies Weinold, welche Marlies Weinold 2015 den Kunstsammlungen schenkte.
Die im Grafischen Kabinett ausgestellten Stücke werfen Schlaglichter auf eine Phase, als Japan nur wenige Kontakte zu europäischen Ländern hatte: Die Herrschaft der Familie Tokugawa von 1603 bis 1867. Während die Farbholzschnitte Einblick in Alltag und Freizeitvergnügen geben, vor allem zum Kabuki-Theater, lässt sich durch die Motivik der Netsuke, die als Glücksbringer dienten, Grundlegendes über Literatur, Volksglauben und Gruppenzugehörigkeiten erfahren. Die pointierte Stilistik dieser Werke unterscheidet sich stark von europäischer Kunst.

