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Bitte improvisieren Sie!
Was mein alter Rockerkumpel Tommy – Zitat: "Nicht alles, was falsch klingt, ist Jazz!" – wohl zum erstmalig stattfindenden "Festival für improvisierte Musik Augsburg" sagen würde? Vermutlich: "Ja, toll, da müssen'se überhaupt nicht mehr proben!"
Zum Glück denken nicht alle so in Augsburg, ganz im Gegenteil: Die Szene in der Fuggerstadt ist in den letzten Jahren gewaltig gewachsen und streckt sich von elektronischen Experimenten über jazzige Varianten bis zur Klassik in Form von zahlreichen Einzel- und Kollektivprojekten Augsburger Musiker aus allen Bereichen. Darunter sind auch der Saxophonist und Kunstförderpreisträger Jan Kiesewetter und der Schlagzeuger Eric Zwang-Eriksson, die zusammen mit dem Gitarristen Andi Rosskopf das AJE Kollektiv bilden und u.a. den Stummfilm "Die Mumie" zu neuem akustischen Leben erweckten. Da war es nicht mehr weit zur Festivalidee, bei dem Jan und Eric nun mehrere Augsburger Vertreter der improvisierten Musik an zwei Abenden zusammenbringen.
Am 02. und 03. Oktober zeigen im Hoffmannkeller sechs Ensembles die komplette Bandbreite des Genres. Den Auftakt machen die Gastgeber mit dem AJE Kollektiv, es folgen die elektronischen Soundtüftler Gerhard Zander und Markus Mehr, das Finale bildet das Quartett aus Judith Müller (Flöte), Johannes Gutfleisch (Violoncello), Sebastian Hausl (Perkussion) und Takeo Sato (Gitarre), die John Cages Komposition "Four 6" auf die Bühne bringen. Am Samstag eröffnet das MehrMusik!-Ensemble mit "Der zertrümmerte Käfig", einer Hommage an den Komponisten Vinko Globokar. Bereits Klassiker sind Markus Christ und Moritz Illner alias S.C.H.N.I.T.T. mit ihrer Duoperformance aus diversen Instrumenten und live-geschnittenen Schallplatten. Den zweiten Abend beendet eine Premiere: die eigens für den Event gegründete Impro-Supergroup aus Kay Fischer, Stephan Holstein, Tom Jahn, Uli Fiedler, Stefan Brodte und Tilman Herpichböhm. (flo)
Karten für das erste "Festival für improvisierte Musik Augsburg" gibt’s beim Besucherservice im Theater Augsburg, das Einzelticket kostet 15 Euro, der Doppelpack 25 Euro. www.facebook.com/ffima2015
Im Bild (v.l.): Jan Kiesewetter, Eric Zwang-Eriksson (Foto: Florian Kapfer)






