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Budapester Puppenmuseum zeigt sich zum ersten Mal live
Originell und fesselnd anders: Das Budapester Puppenmuseum live
Elektrische Kerzen wurden durch die Dunkelheit gewirbelt, die blasse Krankenschwester kitzelte ein perverses Solo aus der Elektrogitarre, der blonde langhaarige Hippie-Bassist öffnete lasziv sein Blumenhemd, der Drummer werkelte präzise und unermüdlich wie ein Uhrwerk, während der Keyboarder und Sänger im roten Zirkus-Outfit dem begeisterten Publikum von düsteren Geheimnissen aus einer skurrilen Welt erzählte. Die Band Budapester Puppenmuseum zog im Augsburger Club "Soho Stage" zur Präsentation ihres ersten Albums "The Fate of Ronald Danner“ eine packende Show ab, die das Publikum vor der Bühne vom ersten Ton an in ihren Bann zog. U. Albin Konrady als Sänger und Keyboarder mit rotem Zylinder, Rolf Spechtmeister als Bassist, Ronald Danner als Drummer und Jolanda Szábo als Gitarrist verzauberten im ausverkauften Live-Club mit ihrem psychedelisch-verrückten Gruseljahrmarkt-Sound das Publikum restlos. Mit ihren meist englischsprachigen, morbid-romantischen Songs entführte die Band ihre Zuhörer in eine fantastische Albtraum-Reise voll mit dunklem Mythos.
Der Musikkritiker Andreas Kalb meint zum Album „The Fate of Ronald Danner: „Besonders geil finde ich es, wenn eine Band einfach mal wieder komplett frisch und anders klingt, keine Kunst um der Kunst willen produziert, sondern gute Lieder, die hängen bleiben und super gespielt sind. Obendrauf kommen noch Texte über orgelspielende Wanderzirkusdirektoren, halbtote 190jährige Krankenschwestern, bunte Eselsmädchen und graue Elefantenmänner, Quasi der Soundtrack zu einem Horrorfilm.“
Wir meinen: Der Hype um das skurrile Puppenmuseum wurde zurecht entfacht und bleiben dran: In der August-Ausgabe der Neuen Szene werden Konrady & Co erstmal zum Interview gebeten... (max)
(Foto: U. Albin Konrady und Jolanda Szabo live in der Soho-Stage. Bild: Budapester Puppenmuseum)






