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Der Künstler als glücklicher Mensch
Würde man diese Musik einen guten Zacken schneller und härter spielen, das Ergebnis wäre der sympathischste Punkrock der Welt. Quasi Hot Water Music auf britisch, rau, herzlich, whisky-abgehangen-angry. Frank Turner hat sich für die etwas zurückhaltendere Herangehensweise entschieden, was dem Biergenuss nicht abträglich ist und zusätzlich von den Mädels goutiert wird. Der sympathischste Pubrock des Planeten. Hat ja auch was.
Gerüchten zufolge muss Frank Turner von seinem Management ins Studio geprügelt werden, weil er eigentlich nichts lieber macht als live zu spielen. Einer solchen Spielfreude können sich selbst die härtesten Mainstreamkritiker nicht entziehen, das ausverkaufte Ostwerk war innerhalb kürzester Zeit in der Hand des smarten Briten und seiner vierköpfigen Band. Und der Vollprofi ließ nichts aus, ließ aber nichts auch nur annähernd so aussehen, als wäre es profimäßig einstudiert. Von Ansagen und einem kompletten Song auf Deutsch über das Stagediven auf die Hände seiner Fans bis zum geduldigen Autogrammeschreiben nach der Show, wir müssen uns Frank Turner als glücklichen Menschen vorstellen – und das machen wir sehr, sehr gerne. (flo)
Fotos: Daniel Debus






