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Bayerische Lokalradios erreichen Spitzenwert
Der Veröffentlichungstermin der Funkanalyse Bayern ist für die weißblauen Radiomacher wie die Zeugnisvergabe am Ende eines Schuljahrs.
Und seit heute gehen sie wieder raus, die Erfolgsmeldungen vor allem der lokalen Rundfunkmacher. Die tatsächlich berechtigt sind, trotz Smartphone und Internet gehört Radiohören für einen Großteil der Bevölkerung immer noch zum Alltag.
87,7 Prozent der Bayern über zehn Jahre hören an einem durchschnittlichen Werktag Radio, das sind sogar noch 1,3 Prozentpunkte mehr als 2015. Davon nutzen immerhin schon fast 16 Prozent ein Digitalradio. "Auch bei der Hördauer gab es einen Anstieg um fünf Minuten auf 238 Minuten an einem Werktag", schreibt die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM). Grundlage ist wie jedes Jahr eine Umfrage unter über 30.000 Personen von Januar bis März.
Dabei ist Bayern geteilt: Die Hälfte der weißblauen Radiohörer vertraut den Programmen des Bayerischen Rundfunks mit Spitzenreiter Bayern 1, während die andere Hälfte den Privaten lauscht, allen voran Antenne Bayern. Von den Lokalsendern ist das Augsburger Hitradio RT1 weiterhin Spitze im Freistaat mit 29,5 Prozent Tagesreichweite, Rivale Radio Fantasy bringt es auf 15,9 Prozent.
Und das Hitradio darf sich über einen weiteren Preis freuen: Die Auszeichnung der BLM in der Kategorie "Werbung und Promotion" ging an Morningman Daniel Lutz und seinen Kollegen Jonas Witt für "A-Wars", die Star-Wars-Persiflage über die Baustellendichte in Augsburg. "Die Jury begeisterte vor allem der Witz und die aufwändige Umsetzung", so die BLM. Für die beste TV-Moderation wurde Anna Singer von A-TV für ihre Geschichten aus dem Wittelsbacher Land ausgezeichnet.
BLM-Präsident Siegfried Schneider zog auf den Rundfunktagen in Nürnberg ein positives Fazit: "Der lokale Rundfunk in Bayern steht nach wie vor gut da. Das gilt in besonderem Maße für den lokalen Hörfunk, der sein bestes Ergebnis in 28 Jahren Funkanalyse Bayern erzielt hat."
(flo)






