Magazin
Grünanlagen und Freizeitflächen werden zusätzlich gereinigt
Den Sommer über lässt die Stadt Müll in Naherholungs- und Grünanlagen zusätzlich auch samstags entsorgen
▪ Mehr Sauberkeit dank neuem Konzept
▪ Stadt investiert knapp 160.000 Euro für zusätzliche Reinigung
▪ Starkes Aufkommen von Grillabfällen besonders an Badeseen
▪ Umweltreferent appelliert: „Bitte eigenen Müll wieder mitnehmen“
Um belebte Grünanlagen und Freizeitflächen von Müll und Verunreinigungen sauber zu halten, investiert die Stadt zusätzlich knapp 160.000 Euro mehr in die zusätzliche Reinigung. Das Amt für
Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen (AGNF) hat dazu ein Konzept erstellt. Es sieht vor, dass Freizeitflächen mit höherem Besucherdruck auch samstags und damit insgesamt dreimal wöchentlich gereinigt werden. Die zusätzliche Reinigung übernimmt ein privater Dienstleister.
Große Container für hohes Müllaufkommen
Der Fokus für die zusätzliche Reinigung liegt auf dem Grillplatz im Siebentischpark, dem Flößerpark, der Hettenbach-Grünanlage, dem Griesle, der Wiese am Kaufbach sowie den Grünflächen am Ilse-, Kuh- und Autobahnsee. „An diesen Standorten sind eigens auch große Müllbehälter aufgestellt, in denen der gesammelte Müll entsorgt werden kann. Diese Container haben den positiven Nebeneffekt, dass etwa Tiere davon abgehalten werden, Müll zu fressen oder ihn weiter zu verteilen“, erläutert Umweltreferent Reiner Erben.
Stadt hat Auge auf Menge und Art des Mülls
Wie die Praxis zeigt, ist das Müllaufkommen an den Grünflächen von Ilse- und Kuhsee vor allem wegen zahlreicher Grillvergnügen von Besuchenden besonders hoch. Das Grillverbot, das die Stadt Königsbrunn auf ihren Ilsesee-Flächen verhängt hat, erhöht den Besucherdruck auf die Augsburger Uferseite zusätzlich. Neben der reinen Müllmenge, so Umweltreferent Reiner Erben, müsse die
Stadt auch auf die Art des Mülls ein Auge haben. „Die Schöppler-Anlage in Oberhausen zum Beispiel wird vor allem während der Plärrer Zeit stark mit Flaschen vermüllt. Die Grünanlage entlang der Wertach ist außerdem durch Drogenkonsum-Reste wie alten Spritzen belastet. Auch das gehört zur Realität“, so Erben. Der Umweltreferent ist froh, „dass der Augsburger Stadtrat dem AGNF die zusätzlichen Mittel zur Reinigung bewilligt hat, damit wir zugunsten von mehr Sauberkeit an vielfrequentierten Flächen im Stadtgebiet reagieren können. Besser wäre allerdings, wenn alle ihre
Abfälle wieder mitnehmen würden“, appelliert Erben an alle Bürgerinnen und Bürger.
Eine Evaluation durch das AGNF im Herbst soll zeigen, wie sich die zusätzliche Reinigung auf die generelle Sauberkeit ausgewirkt hat.
Links: www.augsburg.de
Foto: Stadt Augsburg/Annette Zoepf






