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Stadt Augsburg informiert ausführlich über Corona-Virus

Themen waren unter anderem Ziele, Informationsangebote und die aktuelle Situation…

Stadt Augsburg informiert ausführlich zu Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus

Die Stadt Augsburg hat auf der heutigen Pressekonferenz im Rathaus deutlich gemacht, dass das Ziel der Stadt und der Landeregierung Bayern die Unterbrechung der Übertragungswege des neuartigen Corona-Virus ist. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es in der Stadt Augsburg vier bestätigte Corona-Infizierte. Oberbürgermeister Kurt Gribl betonte, dass es keinen Augsburger Weg geben werde. Trotzdem hat sich die Stadt Augsburg gut vorbereitet und sich detailliert damit befasst, wie das öffentliche Leben in der Stadt weiterhin funktionieren kann. Durch eine Unterbrechung der Übertragungswege soll eine zeitliche Verzögerung der Infektionsrate erreicht werden. Dies soll dazu beitragen, dass die allgemeine Gesundheitsversorgung aufrechterhalten werden kann.

Bürger können sich seit dem 01.03. über eine von der Stadt eingerichtete Hotline informieren. Diese wird bereits von vielen rege genutzt. Teilweise sind bis zu acht Personen und ein Arzt mit der Beratung von Anrufern beschäftigt. Ziel der Hotline ist es, Menschen die glauben, dass sie erkrankt oder infiziert sein könnten, unnötige Wartezeit im Krankenhaus oder beim Hausarzt zu ersparen. Seit Anfang des Monats sind bereits über 1.100 Anrufe eingegangen. Darüber hinaus können sich Bürger über die Website der Stadt Augsburg zum Corona-Virus informieren. Bisher haben bereits 80.000 Menschen diese Informationsquelle genutzt. Zusätzlich zu den Informationsangeboten hat die Stadt eine Diagnosestelle eingerichtet, die dazu dient, direkte Kontaktpersonen von infizierten Personen ausfindig zu machen und zu untersuchen. Die Diagnosestelle ist keine allgemeine Anlaufstelle. Personen, die sich hier untersuchen lassen müssen, werden von der Stadt Augsburg kontaktiert.

Für einen großen Aufschrei sorgte die Ankündigung, der Augsburger Plärrer werde nicht wie gewohnt stattfinden. Diese Entscheidung bestätigte Ordnungsreferent Dirk Wurm. Ob dieser nachgeholt werden kann, bleibt unklar. Gleichzeitig stellte Wurm klar, das landesweite Verbot von Veranstaltungen mit über 1.000 Besuchern bedeute nicht, dass kleinere Veranstaltungen mit Sicherheit stattfinden können. Alle Veranstaltungen, die mit einer Besucherzahl zwischen 500 und 1.000 rechnen, müssen einen Antrag auf Durchführung und eine Risikobewertung per Mail bei der Stadt Augsburg einreichen. Aufgrund der eingereichten Formulare wird das Ordnungsreferat entscheiden, welche Veranstaltungen stattfinden dürfen. Veranstaltungen unter 500 Personen sind nach Ermessen des jeweiligen Veranstalters durchführbar. Wurm betonte jedoch, dass solche Entscheidungen unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts getroffen werden müssen. Alle Infos sowie die Formulare sind über die Website der Stadt Augsburg aufrufbar.

Wie Wirtschaftsreferentin Eva Weber mitteilte, spürt bereits jedes zweite Unternehmen in Augsburg die Auswirkungen des Corona-Virus. Dies äußert sich beispielsweise in unterbrochenen Lieferketten aus Italien. Zudem haben insbesondere Hotellerie und Gastronomie mit finanziellen Einbußen zu kämpfen. Ab morgen wird es auch für die Anliegen von Unternehmen eine Hotline der Wirtschaftsförderung geben. Zudem hat der Freistaat Bayern ein 100 Mio. Euro Paket zugesichert, um die Liquidität von Unternehmen trotz wirtschaftlicher Einbrüche zu sichern. Darüber hinaus wird die Agentur für Arbeit ab April Kurzarbeitergeld anbieten. Auch die Stadt Augsburg hat heute ihre Unterstützung zugesichert. Eva Weber betonte, dass es nicht im Interesse der Stadt liege, dass Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Daher bietet die Stadt das Stunden von Gewerbesteuern an. (vk, lf)

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