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Was Augsburger über ihre Stadt denken

Ergebnisse der Bürgerumfrage sind nun veröffentlicht worden...

Seit 2003 führt die Stadt Augsburg im zweijährigen Turnus eine repräsentative Bürgerumfrage in Kooperation mit der Universität Augsburg durch. Ziel ist, ein umfassendes Meinungsbild der Augsburger Bürgerinnen und Bürger als Planungsgrundlage für Politik und Stadtverwaltung zu erhalten. Bei den bislang acht durchgeführten Bürgerumfragen wurden knapp 60.000 Fragebögen versendet. Über 18.000 ausgefüllte Fragebögen (27 Prozent) wurden zurückgeschickt, anschließend erfasst und ausgewertet sowie die Ergebnisse veröffentlicht.

Alle bisherigen Bürgerumfragen der Stadt Augsburg beinhalten wiederkehrende Fragenkomplexe. Das sind Trend-Fragen etwa zur allgemeinen Zufriedenheit mit den Lebensbedingungen oder zu Stärken und Schwächen der Stadt Augsburg. Durch den Vergleich dieser Ergebnisse können Veränderungen von Einschätzungen und Bewertungen im Zeitverlauf beobachtet werden. Wie sich zeigt, wird in allen Bürgerumfragen die Geschichte der Stadt als ihre größte Stärke gesehen. Auch dass die allermeisten der Befragten gerne in Augsburg und in ihrem Stadtbezirk wohnen ist ein langjährig anhaltender Trend. Wie schon in den Jahren 2011, 2013 und 2015 erzielten die Naherholungsmöglichkeiten auch 2017 die höchsten Zufriedenheitswerte. Am unzufriedensten zeigten sich die Befragten mit den Schulen (Gebäude, Außengelände usw.) und der Anzahl der Parkplätze - sowohl für Autos und Fahrräder als auch für Frauenparkplätze. Während sich die meisten Merkmale in den zurückliegenden Jahren positiv entwickelt haben, wurden die Grundstücks- und Immobilienpreise sowie die Mietkosten stetig schlechter bewertet. Sie haben 2017 den Verkehr als größtes Problem der Stadt verdrängt.

Hohe Zufriedenheit mit Sicherheitslage Hohe und zumeist steigende Zustimmung erhielten die Aussagen „Familienstützpunkte (Anlaufstellen für Familien) sind wichtig“ und „Interkulturelle Angebote sind wichtig“, gefolgt von „In Augsburg fühle ich mich sicher“ und „Allgemein kann man den Menschen in Augsburg trauen“. Die Antworten der Bürgerumfragen geben insgesamt eine hohe Zufriedenheit mit der Sicherheitslage in Augsburg wieder. Nach Einbruch der Dunkelheit verringert sich das Sicherheitsgefühl an Bahnhöfen sowie in Parks und Grünanlagen. Im Vergleich zu 2015 hat es sich zwar verschlechtert, aber im Vergleich zu 2013 und vor allem zu 2011 in der Augsburger Innenstadt und an Haltestellen von Bus & Straßenbahn verbessert.

Die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage zeigt in allen Kategorien durchgehend Verbesserungen. Die Bürgerumfrage 2017 lieferte daher die bisher optimistischste Einschätzung. Allgemein wird aber die wirtschaftliche Lage, sowohl die persönliche als auch die für Augsburg und Deutschland, in zehn Jahren pessimistischer als in zwei Jahren gesehen.

Beim Schwerpunktthema „Bürgerbeteiligung und Bürgerinformation“ hat sich gezeigt, dass sich fast ein Drittel der Befragten ehrenamtlich engagieren - die meisten im Bereich „Sport und Bewegung“, gefolgt von „Schule und Kindergarten“. Knapp drei Viertel der Befragten interessierten sich für kommunalpolitische Themen, aber nur jeder Zehnte war der Meinung, dass man auf Entscheidungen im Rathaus Einfluss hat. Der Großteil der Befragten fühlte sich über das Projekt Bahnhofstunnel und sogar über die Hälfte bezüglich der Theatersanierung gut informiert.

Infos und Details zur Umfrage gibt es hier: http://www.augsburg.de/buergerservicerathaus/rathaus/statistik-stadtforschung/veroeffentlichungen/. Dort sind auch die Kurzmitteilungen sowie Berichte zu den vorherigen Bürgerumfragen zu finden. (pm/etz)

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