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Die einen sind wütend...

..die anderen Seattle! Unser Redakteur "im Gespräch" mit dem Augsburger Maler Siegfried Stiller am Mittwoch auf dem Rathausplatz...

...die anderen Seattle! Nicht, dass unser Redakteur Florian Kapfer (re.) etwas gegen Siegfried Stiller und seinen Protest hätte, ganz im Gegenteil, aber Skepsis ist nun mal oberste Pflicht des Lokaljournalisten.

Am Mittwoch brachte der Augsburger Maler Siegfried Stiller seine Bedenken zum geplanten Umzug des Kulturparks West ins "hochkontaminierte" Gaswerk aufsehenerregend zum Ausdruck. Eine Stunde lang stand er in bester Duran-Adam-Manier in der Mittagshitze auf dem Rathausplatz als "Stiller Protest". Als nach einer halben Stunde auch noch die letzte Hülle fiel, war auch die Polizei schnell am Start. Die Beamten beendeten zwar nicht die "Performance", aber eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses dürfte dem wackeren Demonstranten bald ins Haus flattern.

Die Künstler im Kulturpark West machen sich Sorgen um den Zustand des denkmalgeschützten Geländes am Gaskessel in Oberhausen, das ab 2017 die neue Heimat des Kulturparks werden könnte. Die Kreativen haben generell nichts gegen das Gaswerk, wie auch Stiller betonte, fürchten aber Altlasten wie Schwefel in den Gebäuden und Teer im Boden sowie Mietsteigerungen. Und am liebsten würden sie natürlich in ihren seit 2008 bestehenden Ateliers in der ehemaligen Reese-Kaserne bleiben. Der Bauausschuss will am Donnerstag, 18.07., einen Grundsatzbeschluss zur Verlagerung treffen. Die Opposition hat Bedenken: SPD und Freie Wähler wollen den Kulturpark an Ort und Stelle behalten, die Grünen verlangen Auskünfte über die planungsrechtlichen und finanziellen Auswirkungen eines Verbleibs bzw. Umzugs.

Foto: Christian Menkel

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