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Politik

Poppelt sich Augsburg ab?

Die Diskussion um die Stelle des Popkulturbeauftragten schlägt weiter hohe Wellen. Der Verband für Popkultur in Bayern zeigt sich enttäuscht von der Augsburger Politik...

Alter Schwede, die Diskussion um die Stelle des Popkulturbeauftragten in Augsburg (bzw. deren Abschaffung) schlägt hohe Wellen. Jetzt hat sich auch der Verband für Popkultur in Bayern e.V. (VPBy) dazu geäußert und reagiert u.a. direkt auf die Forderung der Augsburger Stadtratsmehrheit nach einer Evaluation der Stelle.

"Die Frage der Evaluation zur Legitimation stellt sich nach bundesweit vorherrschender Expertenmeinung längst nicht mehr. Mehrere Bundesfachkonferenzen zur Popularmusikförderung haben dies unterstrichen", schreibt der bayerische Rockintendant Bernd Schweinar in seiner Stellungnahme für den VPBy.

Weiter heißt es: "Es ist nicht nachvollziehbar, warum Augsburg diese exponierte Stellung jetzt durch die Verzögerung und sogar Infragestellung dieser Funktion leichtfertig aufs Spiel setzt. Politischer Dissens darf nicht auf dem Rücken der ohnehin geringer als andere Kultursparten geförderten Popszene ausgetragen werden."

Der Verband betont außerdem, dass die umfassenden Aufgaben in der Popkulturförderung "weder von Teilzeitkräften noch alleine von Jugendverbänden fachlich umfassend abgearbeitet werden können" - ein klarer Widerspruch zur weitverbreiteten Meinung, mit einer 400-Euro-Kraft im Kulturpark unter Beteiligung des Stadtjugendrings wäre das Ding durch. Interessanterweise hat sich aus der vielbeschworenen Augsburger Szene noch niemand außerhalb der einschlägigen Internetforen geäußert, im Gegensatz zur hiesigen Politik.

Der VPBy ist der Landesdachverband von regionalen und lokalen Popkulturförderern aus ganz Bayern, darunter viele Clubs, Festivals und Kulturinitiativen. Info: www.allmusic.de

Das Bild zeigt den früheren Augsburger Popkulturbeauftragten Richard Goerlich beim Abschlusskonzert des ersten Popcolleges im April 2009 in der Kantine (Foto: Scissabob).

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