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Der Arm ist wieder da!

Während das eine vermisste Teil des Herkulesbrunnens zurückgegeben wurde, fordert Volker Schafitel den Kopf des Ordnungsreferenten. Der OB lehnt ab...

Ganz Deutschland diskutiert den "Gauchotanz" der Nationalelf, in Augsburg dreht sich die Auseinandersetzung nach dem WM-Finale um einen Arm – und eine Muschel. Beide waren bis vor kurzem noch Teil des Herkulesbrunnens in der Maxstraße und wurden Opfer des Augsburger Sturms auf das Bauwerk in der Nacht nach dem WM-Finale.

Wie die Polizei mitteilt, ist nun wenigstens der Arm wieder aufgetaucht. Das Bronzestück wurde am späten Mittwochnachmittag im Schaezlerpalais abgegeben - und zwar nicht anonym in der Antiqitätenklappe, sondern von zwei Studenten, die den Arm noch in der Nacht am Brunnen in Sicherheit gebracht hätten, so Polizeisprecher Siegfried Hartmann.

Kurz vorher hatte Stadtrat Volker "McEnroe" Schafitel (Freie Wähler) den Kopf des Ordnungsreferenten Dirk Wurm für den Arm des Meeresgottes gefordert: "Gab der Hobbyfußballer Wurm den Strafraum frei, weil er selber gerne ausgelassen feiert?", fragt Schafitel per Pressemitteilung. Und liefert seine Antwort gleich nach: "Einen solchen Ordnungsreferenten braucht die Stadt nicht!"

Dirk Wurm dazu auf Anfrage: "Ich bin gar nicht weisungsbefugt gegenüber der Polizei, die Entscheidung hat der Einsatzleiter getroffen." Demnach hätte der Brunnen komplett abgeriegelt werden müssen von Beamten, die dann an anderer Stelle gefehlt hätten. "Das war eine Abwägung, wir hatten die Befürchtung, dass die Stimmung kippt, was sich über die ganze Maxstraße fortsetzen hätte können", bestätigt Polizeisprecher Hartmann.

Auch der OB stellt sich vor seinen Angestellten: "Anstatt den randalierenden Übergriff auf den Herkulesbrunnen zu verurteilen, wird der Ordnungsreferent niveaulos angegriffen", so Kurt Gribl in einer Mitteilung der Stadt. Ordnungsreferent Wurm an selber Stelle: "Die Polizei hat im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles Erforderliche getan, um die Sicherheit der Massen zu gewährleisten. Für die Zukunft sind Maßnahmen zu diskutieren, die einen besseren Schutz des Brunnens ermöglichen – ohne das Feiern zu verbieten." (flo)

Foto: Fabian Schreyer

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